|
Feldkirchner: Konditionstraining ist angesagt, im speziellen das Laufen: Worauf soll man als gesunder Mensch besonders achten?
Dr. Huber: Im Vordergrund soll die Fitneß und das Ausdauertraining stehen, mit dem Ziel: Wohlbefinden. Man soll langsam beginnen, und letztendlich sollte man drei Mal pro Woche ca. 45 Minuten laufen. Anfangs geht man am besten alleine laufen, damit man seinen eigenen Rhythmus leichter finden kann. Man soll ungefähr ein Lauftempo wählen, wobei man sich noch ohne zu stöhnen oder zu schnaufen unterhalten könnte, dies entspricht dann der optimalen Pulsfrequenz.
Feldkirchner: Diagnose: Muskelkater: Was kann man zur Linderung tun, bzw. soll man mit dem Training aussetzen?
Dr. Huber: Man sollte also vorbeugend schon in seinem eigenen Rhythmus laufen. Wichtig sind auch Dehnungsübungen vor und nach dem Training. Man kann auch mit Muskelkater weiter trainieren, sofern man es selbst will und sich dazu fit genug fühlt.
Feldkirchner: Durch das Schwitzen beim Sport werden dem Körper wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente entzogen. Wie kann man das am besten wieder ergänzen?
Dr. Huber: Schon während des Laufens sollte man Wasser oder ungezuckerten Tee in kleinen Portionen trinken. Elektrolytgetränke kann man natürlich auch zu sich nehmen, dies ist bei einer ausgeglichenen Ernährung aber nicht unbedingt notwendig. |
Feldkirchner: Sport und Ernährung, worauf sollte man dabei achten?
Dr. Huber: Prinzipiell sollte man darauf achten, dass dem Körper nicht mehr zugeführt wird, als er verbrauchen kann. Kohlehydrate sollen 2/3 der Nahrung ausmachen, und das verbleibende Drittel sollte in überwiegend Eiweiß und wenig Fett aufgeteilt werden. Viel zu Trinken ist wichtig, mindestens 2 Liter pro Tag! Grundsätzlich gilt somit: Von allen etwas, und von nichts zuviel.
Feldkirchner: Wann soll man laufen gehen? Morgens, abends?
Dr. Huber: Wer beispielsweise um 6 Uhr aufsteht, sollte nicht vor 8 Uhr laufen gehen, weil man noch nicht auf den Tagesrhythmus eingestellt ist. So sind beispielsweise Herzinfarkte und Sekundentod in den frühen Morgenstunden vermehrt aufgetreten. Die Morgenzeit ist eine Umstellungsphase, und der Körper hat eine natürliche Anlaufphase, in der er nicht belastet werden soll.
Feldkirchner: Ich bedanke mich ganz herzlich für das sehr interessante Gespräch mit Ihnen. Es war mir eine Freude, mich mit Ihnen zu unterhalten
|